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15 000 Obstbäume für Tirols Gärten

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Ing. Manfred Putz 
Verantwortlich für die Baumpflanzaktion

Die Obstbaumpflanzaktion 2006 ist ein wichtiger Impuls für den Obstbaum als Gestaltungs- und Landschaftselement. Mit dieser Aktion soll ein Anreiz geschaffen werden, mehr Obstbäume in das Wohnumfeld zu integrieren. Der Obstbaum als Lebensraum und Ertragsquelle soll wieder an Bedeutung gewinnen. Zu diesem Zweck sollen Viertel-, Halb-, und Hochstämme auf stark wachsenden Unterlagen gepflanzt werden. Außerdem werden Sorten, die im Lebensmittelhandel nicht zu finden sind, verstärkt berücksichtigt. Der jüngeren Generation ist die Geschmacksvielfalt alter Sorten nicht mehr bekannt. Diese Baumpflanzaktion ist mit 15.000 Obstbäumen die größte, die je in Österreich organisiert wurde.   


Landeshauptmann Van Staa hat diese Aktion anlässlich der Obstausstellung der Obstund Gartenbauvereine in Rahmen der Sonderschau auf der Herbstmesse 2004 angeregt. Wenn unser Landeshauptmann von sich aus eine gute Idee vorschlägt, für die er auch das nötige Kleingeld zu Verfügung stellt, war es für die Verantwortlichen des Verbandes der Tiroler Obst- und Gartenbauvereine eine Gelegenheit und Verpflichtung zugleich, die Organisation dieser Aktion zu übernehmen. Auch LR Anton Steixner, der mittlerweile die Resortzuständigkeit vom Landshauptmann übernommen hat, unterstützt diese Aktion und hat den Verantwortlichen jegliche Unterstützung zugesagt. 

 


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Das Interesse ist enorm groß

Haben sich die Organisatoren ursprünglich vorgenommen mindestens 5000 Bäume auszupflanzen, so sind es mittlerweile 15000 Obstbäume geworden. Für den Erfolg sind auch die Tiroler Gemeinden verantwortlich, die diese Aktion mit einer 1/3-Kostenbeteiligung unterstützen. 161 Gemeinden beteiligen sich an dieser Obstbaumpflanzaktion. Die Erfassung und Beratung in 125 Gemeinden haben die Mitarbeiter der Obst- und Gartenbauvereine und des Tiroler Baumwärterverbandes übernommen. Die Erfassung erfolgte von Jänner bis Anfang April. Die landeseigene Baumschule in Rotholz ist für die Auslieferung der Bäume in jenen Gemeinden zuständig, die von den Obst- und Gartenbauvereinen organisiert wurden. Fünf gewerbliche Gärtnerbetriebe – Richard Eiterer (Bezirk Landeck), Josef Posch (Bezirk Innsbruck Land), Josef Hussl und Hannes Kerschdorfer (Bezirk Schwaz) – und die Landeslehranstalt Imst erledigen die Auslieferung der Obstbäume in jenen Gemeinden, die über keinen Obst- und Gartenbauverein verfügen.

Wer bis jetzt keine Gelegenheit hatte Bäume zu bestellen, kann an dieser Aktion nicht mehr teilnehmen.

Kern- und Steinobst sind Schwerpunkt der Aktion – Nutzbarkeit, ökologische sowie gestalterische Aspekte für Tirols Kulturlandschaft


Apfel, Birne, Kirsche, Marille und Quitte werden bei der Obstbaumpflanzaktion berücksichtigt. Fünf Obstarten mit bis zu dreißig verschiedenen Sorten werden regional bedingt ausgepflanzt.

 

 Kriterien, die die gepflanzten Bäume erfüllen müssen, sind – neben der guten Nutzbarkeit zum Essen und Veredeln der Früchte – der Zierwert und der ökologische Nutzen für ein Dorf und für die Landschaft. Der Zierwert eines Apfels äußert sich zum Beispiel auffällig im Frühjahr in einer überwiegend zartrosa Blüte und ebenso im Herbst in den bunten Farben und dem reichen Behang mit Früchten.

 

Aber auch im Sommer und im Winter verändern Obstbäume unseren Lebensraum. Sind es im Sommer die abgestuften Grüntöne der Blätter, so zeigen sie im Gegensatz im Winter die klaren Konturen der Kronen und das harmonisch gewachsene Geäst.

 

Nicht zu unterschätzen sind die ökologischen Leistungen von Obstgärten. Obstgärten und Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotoptypen und sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In Obstgärten leben bis zu 8000 Lebewesen, ca. 1000 am Baum, davon sind zwölf als schädlich einzustufen. Singvögel und Fledermäuse halten sich daher gerne in Obstgärten auf. Auch die extensive Nutzung der Unterkultur fördert eine vielfältige Flora und Fauna. 

 

Im heurigen Sommer hatten wir die Gelegenheit, den Schatten der Obstbäume zu genießen. Bis zu 6° C sind die Temperaturen unter einem Baum niedriger. Ein Hochstammbaum kann in einem Jahr ca. 100 kg Staub aufnehmen und binden. Pro Stunde werden ca. 4000 m3 Luft gefiltert. Dabei werden 2 kg Kohlendioxid aufgenommen und 2 kg Sauerstoff an die Umwelt abgegeben. 500–800 Liter Wasser können über einen Hochstammbaum verdunsten 

 

Es wird wichtig sein, in Zukunft den Obstbaumbestand im Land zu ergänzen, den Altbestand zu verjüngen und darauf zu achten, dass auch alte und bewährte Obstsorten bei den Pflanzungen berücksichtigt werden. Neues fördern und Altes erhalten wird auch in Zukunft für uns alle wichtig sein. 

 

Wirtschaftliche und gesundheitliche Aspekte

Beschaffenheit der Jungbäume

Unterlage

Pflanzzeit

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Created by walterH
Last modified 2007-02-24 10:55
Design und Implementierung Walter Hartl
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