Interreg-Projekt „Erhaltung alter Gemüsesorten des Alpenraums“

Interreg-Projekt „Erhaltung alter Gemüsesorten des Alpenraums“

              

Gemüsesorten des Alpenraums aus früherer Zeit könnten zukünftig wieder bedeutsam werden hinsichtlich der Klimafolgenbewältigung (Resistenz gegen extreme Witterungsereignisse) und für die Züchtung krankheitsresistenter Sorten. Die Bewahrung der genetischen Vielfalt unserer Nutzpflanzen ist essentiell, weil wir nicht wissen, welchen Herausforderungen unsere Nahrungsversorgung in Zukunft noch gewachsen sein muss. Ebenso wie regionale Obstsorten sind lokal verbreitete Gemüsesorten Teil des kulturellen Erbes. Die bunte Vielfalt, die es in keinem Supermarkt zu kaufen gibt, kann ein Anreiz sein, mit dem Gemüseanbau im eigenen Garten zu beginnen.

Bemühungen um den Sortenerhalt im Land Tirol haben dazu geführt, dass hier eine Sortenvielfalt bewahrt werden konnte, die andernorts verloren gegangen ist. Die Genbank Tirol sammelt seit 1922 lokal verbreitete Nutzpflanzensorten. Ein über das Programm INTERREG Bayern-Tirol aus EFRE-Fördermitteln gefördertes Projekt des Kreisverbandes für Gartenbau Garmisch-Partenkirchen und des Verbandes der Tiroler Obst- u. Gartenbauvereine - "Grünes Tirol" ermöglicht, dass alte Lokalsorten aus den Sortensammlungen der Genbank Tirol, des Genbänkle in Baden-Württemberg, des Freilichtmuseums Glentleiten und der Saatgutsammlung der Organisation Gartenwinkel-Pfaffenwinkel für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner zugänglich werden. Die Saatgutbibliotheken im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und im Land Tirol bieten ideale Voraussetzungen für den Erhalt alter Sorten, die Weitergabe an andere Interessierte und die Übernahme einer Patenschaft für den Erhalt einer alten Gemüsesorte.

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